Glos­sar: Fach­be­griffe ein­fach erklärt.

Von Pri­vat­haft­pflicht bis Zins­bin­dung: die wich­tigs­ten Begriffe rund um Ver­si­che­rung, Vor­sorge und Finan­zie­rung, kurz und ver­ständ­lich.

A

Abs­trakte Ver­wei­sung
Klau­sel, die es dem Ver­si­che­rer erlaubt, einen Berufs­un­fä­hi­gen auf einen ande­ren zumut­ba­ren Beruf zu ver­wei­sen. Gute BU-Tarife ver­zich­ten dar­auf.
All­mäh­lich­keits­scha­den
Scha­den, der nicht plötz­lich, son­dern über län­gere Zeit ent­steht, etwa Feuch­tig­keit an einer Wand. Sol­che Fälle sind in Haft­pflicht­ver­trä­gen unter­schied­lich gere­gelt.
Alters­vor­sorge
Sam­mel­be­griff für den plan­vol­len Auf­bau von Ein­kom­men für den Ruhe­stand, aus gesetz­li­cher Rente, betrieb­li­chen und pri­va­ten Bau­stei­nen.
Alte­rungs­rück­stel­lung
In der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung ange­sparte Reserve, die den Bei­trags­an­stieg im Alter dämp­fen soll.
Annui­tä­ten­dar­le­hen
Dar­le­hen mit über die Zins­bin­dung gleich­blei­ben­der Rate. Der Zins­an­teil sinkt, der Til­gungs­an­teil steigt im Zeit­ver­lauf.
Anschluss­fi­nan­zie­rung
Neue Finan­zie­rung für die Rest­schuld nach Ablauf der Zins­bin­dung, per Pro­lon­ga­tion, Umschul­dung oder For­ward-Dar­le­hen.
Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung
Unvoll­stän­dige oder fal­sche Gesund­heits­an­ga­ben im Antrag. Sie kön­nen den Ver­si­che­rungs­schutz im Leis­tungs­fall gefähr­den, häu­figs­ter Streit­punkt bei der BU.
Aus­schließ­lich­keits­ver­tre­tung
Ver­mitt­ler, der nur die Pro­dukte einer ein­zel­nen Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft anbie­tet. Gegen­stück zum freien Mak­ler, der aus vie­len Anbie­tern aus­wählt.

B

Bau­fi­nan­zie­rung
Finan­zie­rung des Kaufs oder Baus einer Immo­bi­lie, grund­pfand­recht­lich abge­si­chert und meist über Jahr­zehnte lau­fend.
Bei­hilfe
Zuschuss des Dienst­herrn zu den Krank­heits­kos­ten von Beam­ten. In Kom­bi­na­tion mit einer PKV deckt sie einen Groß­teil der Kos­ten ab.
Bei­trags­be­mes­sungs­grenze
Ein­kom­mens­grenze, bis zu der Bei­träge zur Sozi­al­ver­si­che­rung berech­net wer­den. Sie bestimmt auch den steu­er­freien För­der­rah­men der bAV.
Belei­hungs­aus­lauf
Ver­hält­nis von Dar­le­hen zu Objekt­wert. Je nied­ri­ger, desto güns­ti­ger meist der Zins.
Berufs­un­fä­hig­keit
Zahlt eine monat­li­che Rente, wenn Sie Ihren zuletzt aus­ge­üb­ten Beruf aus gesund­heit­li­chen Grün­den dau­er­haft nicht mehr aus­üben kön­nen. Sichert damit das Ein­kom­men ab, nicht die Arbeits­kraft im enge­ren Sinn.
Betrieb­li­che Alters­vor­sorge
Vor­sorge über den Arbeit­ge­ber per Ent­gelt­um­wand­lung. Beschäf­tigte haben einen gesetz­li­chen Anspruch; spart der Arbeit­ge­ber Sozi­al­ab­ga­ben, muss er einen Zuschuss leis­ten.
Boni­tät
Ein­schät­zung Ihrer Kre­dit­wür­dig­keit. Sie beein­flusst, ob und zu wel­chem Zins ein Kre­dit gewährt wird.

C

Cour­tage
Ver­gü­tung, die der Ver­si­che­rer dem Mak­ler für die Ver­mitt­lung zahlt. Sie ist bereits in den Ver­si­che­rungs­bei­trag ein­kal­ku­liert, es ent­ste­hen für den Kun­den also keine zusätz­li­chen Kos­ten.

D

Deckungs­summe
Höchst­be­trag, bis zu dem eine Ver­si­che­rung im Scha­den­fall leis­tet. Bei der Haft­pflicht sollte sie aus­rei­chend hoch gewählt wer­den.
Delikt­un­fä­hig­keit
Recht­li­cher Zustand, in dem eine Per­son für einen ver­ur­sach­ten Scha­den nicht haf­tet, etwa bei klei­nen Kin­dern. Geschä­digte gehen dann leer aus, sofern der Ver­trag dafür keine geson­derte Rege­lung ent­hält.
Drei-Schich­ten-Modell
Ord­net die Alters­vor­sorge nach steu­er­li­cher Behand­lung: Basis­ver­sor­gung (Schicht 1), geför­derte Zusatz­vor­sorge (Schicht 2) und pri­vate, unge­för­derte Vor­sorge (Schicht 3).
Dyna­mik
Regel­mä­ßige, auto­ma­ti­sche Erhö­hung von Bei­trag und Leis­tung. Sie hält die Absi­che­rung mit Infla­tion und stei­gen­den Bedürf­nis­sen im Gleich­ge­wicht.

E

Effek­tiv­zins
Zins­satz, der Soll­zins und Neben­kos­ten zusam­men­fasst und Ange­bote ver­gleich­bar macht. Aus­sa­ge­kräf­ti­ger als die bewor­bene Monats­rate.
Eigen­ka­pi­tal
Eigene Mit­tel, die in eine Finan­zie­rung ein­ge­bracht wer­den. Mehr Eigen­ka­pi­tal senkt in der Regel den Zins.
Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung
Ergän­zung zur Gebäude- oder Haus­rat­ver­si­che­rung für Natur­ge­fah­ren wie Stark­re­gen, Rück­stau, Über­schwem­mung und Erd­rutsch, die im Stan­dard­schutz oft feh­len.
Ent­gelt­um­wand­lung
Umwand­lung von Tei­len des Brut­to­ge­halts in Bei­träge zur betrieb­li­chen Alters­vor­sorge, vor Steu­ern und Sozi­al­ab­ga­ben.
Ent­nah­me­phase
Phase im Ruhe­stand, in der ange­spar­tes Ver­mö­gen plan­voll aus­ge­zahlt wird. Ein guter Plan regelt neben dem Anspa­ren auch die Ent­nahme.
Erwerbs­min­de­rungs­rente
Gesetz­li­che Leis­tung bei stark ein­ge­schränk­ter Arbeits­fä­hig­keit. Sie greift erst, wenn Sie gene­rell kaum noch arbei­ten kön­nen, und fällt meist deut­lich nied­ri­ger aus als der vor­he­rige Ver­dienst.
ETF
Bör­sen­ge­han­del­ter Fonds, der einen Index breit gestreut und kos­ten­güns­tig nach­bil­det. Über lange Zeit­räume ein häu­fig genutz­tes Werk­zeug für den Ver­mö­gens­auf­bau, mit zwi­schen­zeit­li­chen Schwan­kun­gen.

F

Fonds­ge­bun­dene Ren­ten­ver­si­che­rung
Ren­ten­ver­si­che­rung, deren Kapi­tal in Fonds ange­legt wird. Ver­bin­det lebens­lange Aus­zah­lung mit Ren­di­te­chan­cen, kos­tet aber Fle­xi­bi­li­tät und Gebüh­ren.
For­de­rungs­aus­fall­de­ckung
Bau­stein der Pri­vat­haft­pflicht, der ein­springt, wenn ein Drit­ter einen Scha­den ver­ur­sacht hat, aber selbst nicht haft­pflicht­ver­si­chert und zah­lungs­un­fä­hig ist. Der eigene Ver­si­che­rer tritt dann an die Stelle des Schä­di­gers.
For­ward-Dar­le­hen
Dar­le­hen, des­sen Zins Sie bis zu 60 Monate im Vor­aus für eine spä­tere Anschluss­fi­nan­zie­rung sichern, gegen einen mit der Vor­lauf­zeit stei­gen­den Auf­schlag.
Frei­be­trag
Betrag, bis zu dem Ein­künfte steuer- oder abga­ben­frei blei­ben. Rele­vant zum Bei­spiel bei der Ver­bei­tra­gung von Betriebs­ren­ten.

G

Gefäl­lig­keits­scha­den
Scha­den, der beim unent­gelt­li­chen Hel­fen ent­steht, etwa beim Umzug von Freun­den. Eine gesetz­li­che Haf­tung greift hier häu­fig nicht, wes­halb die Behand­lung sol­cher Fälle in der Police gere­gelt sein muss.
Gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung
Kran­ken­ver­si­che­rung mit ein­kom­mens­ab­hän­gi­gem Bei­trag und bei­trags­freier Fami­li­en­ver­si­che­rung. Stan­dard­weg für die meis­ten Arbeit­neh­mer.
Glie­dertaxe
Tabelle in der Unfall­ver­si­che­rung, die jedem Kör­per­teil einen fes­ten Inva­li­di­täts­grad zuord­net. Sie bestimmt die Höhe der Leis­tung.
Grobe Fahr­läs­sig­keit
Beson­ders sorg­lo­ses Ver­hal­ten, etwa eine bren­nende Kerze unbe­auf­sich­tigt las­sen. Ob und wie weit der Ver­si­che­rer dann zahlt, hängt vom Tarif ab; gute Ver­träge ver­zich­ten auf eine Kür­zung.
Grund­er­werb­steuer
Ein­ma­lige Steuer beim Immo­bi­li­en­kauf, deren Satz jedes Bun­des­land selbst fest­legt. In Sach­sen liegt sie bei 5,5 Pro­zent, in Sach­sen-Anhalt bei 5,0 Pro­zent des Kauf­prei­ses (Stand 2026).
Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung
Zahlt eine Rente bei Ver­lust defi­nier­ter Grund­fä­hig­kei­ten wie Sehen, Hören, Gehen oder dem Gebrauch der Hände. Oft güns­ti­gere Alter­na­tive zur Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, aber kein voll­wer­ti­ger Ersatz.
Grund­schuld
Im Grund­buch ein­ge­tra­ge­nes Recht, mit dem ein Immo­bi­li­en­dar­le­hen abge­si­chert wird. Sie kann bei einer Umschul­dung abge­tre­ten statt neu bestellt wer­den.
Grund­zu­lage
Jähr­li­che staat­li­che Grund­för­de­rung der Ries­ter-Rente, die bei aus­rei­chen­dem Eigen­bei­trag gewährt wird.

H

Haus­rat­ver­si­che­rung
Ersetzt beweg­li­ches Eigen­tum in der Woh­nung (Möbel, Elek­tro­nik, Klei­dung) nach Schä­den durch Feuer, Lei­tungs­was­ser, Sturm oder Ein­bruch, in der Regel zum Neu­wert.
Hono­rar­be­ra­tung
Bera­tungs­mo­dell, bei dem der Kunde ein ver­ein­bar­tes Hono­rar direkt zahlt und im Gegen­zug cour­ta­ge­freie Net­to­ta­rife erhält. Schafft maxi­male Kos­ten­trans­pa­renz.

J

Jah­res­ar­beits­ent­gelt­grenze
Ein­kom­mens­grenze, ab der Ange­stellte von der gesetz­li­chen in die pri­vate Kran­ken­ver­si­che­rung wech­seln dür­fen. Sie wird jähr­lich ange­passt.

K

Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung
Klas­si­sche Kom­bi­na­tion aus Todes­fall­schutz und Spar­an­teil. Für den rei­nen Ver­mö­gens­auf­bau heute meist nicht die effi­zi­en­teste Lösung.
Karenz­zeit
War­te­zeit, nach der eine Leis­tung frü­hes­tens gezahlt wird, etwa beim Kran­ken­ta­ge­geld. Eine län­gere Karenz­zeit senkt den Bei­trag.
Kauf­ne­ben­kos­ten
Kos­ten beim Immo­bi­li­en­kauf zusätz­lich zum Kauf­preis: Grund­er­werb­steuer, Notar, Grund­buch und gege­be­nen­falls Mak­ler. Sie wer­den von der Bank meist nicht mit­fi­nan­ziert.
KfW
Staat­li­che För­der­bank. Ihre Pro­gramme kön­nen den Effek­tiv­zins einer Finan­zie­rung sen­ken, ändern sich aber lau­fend in Kon­di­tio­nen und Ver­füg­bar­keit.
Kfz-Haft­pflicht
Gesetz­lich vor­ge­schrie­bene Pflicht­ver­si­che­rung für Fahr­zeuge. Sie über­nimmt Schä­den, die Sie mit dem Fahr­zeug ande­ren zufü­gen.
Kin­der­zu­lage
Zusätz­li­che staat­li­che Ries­ter-För­de­rung je kin­der­geld­be­rech­tig­tem Kind. Sie macht die Ries­ter-Rente vor allem für Fami­lien attrak­tiv.
Kran­ken­ta­ge­geld
Ersetzt lau­fen­des Ein­kom­men bei län­ge­rer Krank­heit. Beson­ders für Selbst­stän­dige wich­tig, die keine Lohn­fort­zah­lung erhal­ten.
Kran­ken­zu­satz­ver­si­che­rung
Schließt gezielt Lücken der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung, etwa beim Zahn­ersatz, im Kran­ken­haus oder bei Seh­hil­fen.

L

Lang­le­big­keits­ri­siko
Das Risiko, län­ger zu leben als das ange­sparte Ver­mö­gen reicht. Eine lebens­lange Rente sichert dage­gen ab, ein rei­nes Depot nicht.

M

Miet­sach­scha­den
Scha­den an der gemie­te­ten Woh­nung oder an fest ein­ge­bau­ten Bestand­tei­len, zum Bei­spiel an Par­kett, Türen oder Sani­tär­ob­jek­ten. Ob und bis zu wel­cher Höhe er ersetzt wird, regelt die Pri­vat­haft­pflicht.

N

Nach­ge­la­gerte Besteue­rung
Prin­zip, bei dem Vor­sor­ge­bei­träge steu­er­frei blei­ben und erst die spä­tere Rente besteu­ert wird. Gilt unter ande­rem für Rürup- und geför­derte bAV-Ren­ten.
Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie
Mög­lich­keit, den Ver­si­che­rungs­schutz zu bestimm­ten Anläs­sen ohne erneute Gesund­heits­prü­fung zu erhö­hen, etwa bei Hei­rat oder Geburt.
Nicht­ab­nah­me­ent­schä­di­gung
Ent­schä­di­gung, die eine Bank ver­lan­gen kann, wenn ein zuge­sag­tes Dar­le­hen, etwa ein For­ward-Dar­le­hen, nicht abge­nom­men wird.
Notar­kos­ten
Gebüh­ren für die gesetz­lich vor­ge­schrie­bene nota­ri­elle Beur­kun­dung des Kauf­ver­trags und die Grund­buch­ein­tra­gung. Bun­des­weit über die Gebüh­ren­ord­nung gere­gelt und nicht ver­han­del­bar.

O

Oblie­gen­hei­ten
Pflich­ten, die Ver­si­cherte ein­hal­ten müs­sen, damit der Schutz voll greift, etwa voll­stän­dige Anga­ben und Mel­de­fris­ten. Wer­den sie ver­letzt, kann der Ver­si­che­rer die Leis­tung kür­zen oder ver­wei­gern.

P

Pfle­ge­ver­si­che­rung
Deckt einen Teil der Kos­ten bei Pfle­ge­be­dürf­tig­keit ab. Die ver­blei­bende Lücke tra­gen Pfle­ge­be­dürf­tige und Ange­hö­rige selbst.
Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung
Pri­vate Ergän­zung, die die Lücke der gesetz­li­chen Pfle­ge­ver­si­che­rung schließt. Ein frü­her Abschluss ist wegen des Ein­tritts­al­ters güns­ti­ger.
Pri­vate Kran­ken­ver­si­che­rung
Voll­ver­si­che­rung als Alter­na­tive zur gesetz­li­chen Kasse. Der Bei­trag rich­tet sich nach Alter, Gesund­heit und Tarif; die Entscheidung ist spä­ter nur schwer rück­gän­gig zu machen.
Pri­vat­haft­pflicht
Deckt Schä­den, die Sie ver­se­hent­lich Drit­ten zufü­gen, bis in exis­tenz­be­dro­hende Höhen. Gilt als wich­tigste und zugleich güns­tigste Absi­che­rung für nahezu jeden Haus­halt.
Pro­gres­sion
Regel in der Unfall­ver­si­che­rung, die die Leis­tung bei schwe­ren Beein­träch­ti­gun­gen über­pro­por­tio­nal erhöht. Wich­ti­ger als eine hohe Grund­summe.
Pro­lon­ga­tion
Ver­län­ge­rung des bestehen­den Dar­le­hens bei der aktu­el­len Bank. Bequem, aber das erste Ange­bot ist sel­ten das beste am Markt.

R

Rechts­schutz­ver­si­che­rung
Über­nimmt Kos­ten für recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen, etwa in den Berei­chen Arbeit, Ver­kehr oder Woh­nen. Sinn­voll dort, wo real Streit­kos­ten dro­hen.
Ren­ten­in­for­ma­tion
Jähr­li­che Mit­tei­lung der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung über die vor­aus­sicht­li­che gesetz­li­che Rente. Der aus­ge­wie­sene Betrag ist brutto, davon gehen noch Bei­träge und Steu­ern ab.
Ren­ten­lü­cke
Dif­fe­renz zwi­schen dem Ein­kom­men, das Sie im Ruhe­stand brau­chen, und den bis dahin auf­ge­bau­ten Ansprü­chen. Die zen­trale Steue­rungs­größe jeder Vor­sor­ge­pla­nung.
Ren­ten­ni­veau
Ver­hält­nis der Stan­dard­rente zum Durch­schnitts­ein­kom­men. Es sinkt lang­fris­tig, wodurch die pri­vate und betrieb­li­che Vor­sorge an Bedeu­tung gewinnt.
Rest­schuld­ver­si­che­rung
Zusatz­ver­si­che­rung zu Kre­di­ten, die bei Arbeits­lo­sig­keit, Krank­heit oder Tod ein­sprin­gen soll. Sie ist sel­ten nötig und treibt die Gesamt­kos­ten oft erheb­lich.
Ries­ter-Rente
Staat­lich geför­derte pri­vate Alters­vor­sorge mit Zula­gen und mög­li­chen Steu­er­vor­tei­len. Ob sie sich lohnt, hängt stark von der per­sön­li­chen Situa­tion ab.
Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung
Zahlt eine ver­ein­barte Summe an Hin­ter­blie­bene, wenn die ver­si­cherte Per­son stirbt. Rei­ner Todes­fall­schutz ohne Spar­an­teil, wich­tig für Fami­lien und Kre­dit­neh­mer.
Risi­ko­vor­anfrage
Anonyme Anfrage bei meh­re­ren Ver­si­che­rern vor dem offi­zi­el­len Antrag, um bei Vor­er­kran­kun­gen Annah­me­chan­cen und Kon­di­tio­nen zu klä­ren, ohne einen Ein­trag zu hin­ter­las­sen.
Rürup-Rente
Steu­er­lich geför­derte Vor­sorge vor allem für Selbst­stän­dige und Gut­ver­die­ner. Die Aus­zah­lung erfolgt lebens­lang als Rente.

S

Sach­wal­ter
Recht­li­che Stel­lung des Ver­si­che­rungs­mak­lers: Er han­delt im Inter­esse des Kun­den, nicht des Ver­si­che­rers, und schul­det unab­hän­gige Bera­tung.
Schlüs­sel­ver­lust
Ver­lust eines frem­den Schlüs­sels, etwa des Woh­nungs- oder Dienst­schlüs­sels. Kos­ten­trei­ber ist nicht der Schlüs­sel selbst, son­dern der Aus­tausch der Schließ­an­lage.
Selbst­be­tei­li­gung
Betrag, den Sie im Scha­den­fall selbst tra­gen. Eine höhere Selbst­be­tei­li­gung senkt meist den Bei­trag.
Soll­zins
Der reine Zins­satz eines Dar­le­hens ohne Neben­kos­ten. Für den Ver­gleich ist der Effek­tiv­zins ent­schei­dend.
Son­der­aus­ga­ben
Steu­er­lich absetz­bare pri­vate Aus­ga­ben, dar­un­ter bestimmte Vor­sor­ge­bei­träge wie die zur Rürup-Rente. Sie min­dern das zu ver­steu­ernde Ein­kom­men.
Son­der­kün­di­gungs­recht
Recht, jedes Immo­bi­li­en­dar­le­hen zehn Jahre nach Voll­aus­zah­lung mit sechs Mona­ten Frist zu kün­di­gen, auch inner­halb einer lan­gen Zins­bin­dung.
Son­der­til­gung
Zusätz­li­che, im Ver­trag ver­ein­barte Rück­zah­lung außer­halb der nor­ma­len Rate. Senkt Rest­schuld und Zins­kos­ten.
Spar­plan
Regel­mä­ßige, meist monat­li­che Ein­zah­lung in einen Fonds oder ETF. Nutzt Zeit und Zin­ses­zins und glät­tet Kauf­kurse über die Jahre.

T

Teil­kasko
Deckt Schä­den am eige­nen Fahr­zeug durch Dieb­stahl, Glas­bruch, Wild­un­fall, Sturm oder Brand. Ob sie sinn­voll ist, hängt vor allem vom Fahr­zeug­wert ab.
Til­gung
Der Anteil der Rate, mit dem die Schuld zurück­ge­zahlt wird. Eine höhere anfäng­li­che Til­gung ver­kürzt die Lauf­zeit deut­lich.

U

Umla­ge­ver­fah­ren
Finan­zie­rungs­prin­zip der gesetz­li­chen Rente: Die Bei­träge der Erwerbs­tä­ti­gen zah­len direkt die lau­fen­den Ren­ten. Der demo­gra­fi­sche Wan­del setzt die­ses Sys­tem unter Druck.
Umschul­dung
Wech­sel der Rest­schuld zu einer neuen Bank mit bes­se­ren Kon­di­tio­nen. Ob es sich rech­net, ergibt sich aus Zins­dif­fe­renz, Rest­schuld und Wech­sel­kos­ten.
Unfall­ver­si­che­rung
Zahlt bei blei­ben­den kör­per­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen nach einem Unfall. Sinn­volle Ergän­zung, aber kein Ersatz für die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung.
Unter­ver­si­che­rung
Liegt vor, wenn die Ver­si­che­rungs­summe nied­ri­ger ist als der tat­säch­li­che Wert. Im Scha­den­fall wird die Leis­tung dann antei­lig gekürzt.

V

Ver­mö­gens­wirk­same Leis­tun­gen
Zuschuss des Arbeit­ge­bers in eine för­der­fä­hige Spar­an­lage, je nach Ver­trag bis zu 40 Euro monat­lich. Teils zusätz­lich staat­lich geför­dert.
Ver­si­che­rungs­mak­ler
Ver­mitt­ler, der gesetz­lich als Sach­wal­ter des Kun­den auf­tritt und aus dem Ange­bot vie­ler Gesell­schaf­ten aus­wählt. Anders als eine Aus­schließ­lich­keits­ver­tre­tung ist er nicht an einen Ver­si­che­rer gebun­den.
Voll­kasko
Umfasst die Teil­kasko und zusätz­lich selbst ver­schul­dete Unfall­schä­den sowie Van­da­lis­mus. Vor allem bei neuen oder finan­zier­ten Fahr­zeu­gen rele­vant.
Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung
Ent­schä­di­gung, die eine Bank bei vor­zei­ti­ger Ablö­sung eines Dar­le­hens ver­lan­gen kann. Nach zehn Jah­ren ent­fällt sie dank Son­der­kün­di­gungs­recht.

W

Wert­sa­chen­grenze
Höchst­be­trag, bis zu dem die Haus­rat­ver­si­che­rung für Schmuck, Bar­geld oder Wert­sa­chen auf­kommt. Dar­über hin­aus braucht es eine geson­derte Ver­ein­ba­rung.
Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung
Ver­si­chert das Gebäude selbst gegen Feuer, Lei­tungs­was­ser, Sturm und Hagel. Für finan­zierte Immo­bi­lien wird sie von der Bank in der Regel vor­aus­ge­setzt.

Z

Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung
Ergän­zung, die einen höhe­ren Anteil bei Zahn­ersatz und Zahn­be­hand­lung über­nimmt als die gesetz­li­che Kasse. Ein Abschluss vor ange­ra­te­ner Behand­lung ist ent­schei­dend.
Zins­bin­dung
Zeit­raum, für den der Soll­zins eines Dar­le­hens fest ver­ein­bart ist. Lange Bin­dun­gen kos­ten etwas Auf­schlag, schaf­fen aber Pla­nungs­si­cher­heit.
ZÜRS
Sys­tem, das Adres­sen nach Hoch­was­ser­ge­fahr in Gefähr­dungs­klas­sen ein­teilt. Es beein­flusst Bei­trag und Annahme bei der Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung.