
Selbstständig: Was zuerst wichtig ist
Krankenversicherung, Haftung, Einkommensschutz, Rücklagen, die Reihenfolge, die Gründerinnen und Gründer wirklich brauchen.
Mehr lesenWer gründet oder selbstständig ist, braucht mehr als einzelne Verträge. Wir betrachten Krankenversicherung, Haftung, Einkommen und betriebliche Risiken im Zusammenhang.
Die passende Versicherung für Selbstständige ist keine Produktliste, sondern eine Reihenfolge. Wer gründet, bekommt von allen Seiten Angebote, und übersieht dabei leicht, dass drei Entscheidungen fast alles Weitere bestimmen: die Krankenversicherung, die Haftungsabsicherung und der Schutz des eigenen Einkommens. Erst danach lohnt der Blick auf Sachwerte, Betrieb und Vorsorge.
Wir arbeiten genau diese Reihenfolge mit Ihnen ab, anbieterübergreifend, mit Spezialisten für Gründung und Gewerbe, und mit Empfehlungen, die zur Auftragslage passen statt zum Katalog. Die Kurzfassung zum Selbstlesen: unser Ratgeber „Selbstständig: Was zuerst wichtig ist". Für Unternehmen mit Team: Betriebliche Lösungen.
Selbstständige wählen frei zwischen freiwilliger gesetzlicher (GKVKrankenversicherung mit einkommensabhängigem Beitrag und beitragsfreier Familienversicherung. Standardweg für die meisten Arbeitnehmer.) und privater Krankenversicherung (PKVVollversicherung als Alternative zur gesetzlichen Kasse. Der Beitrag richtet sich nach Alter, Gesundheit und Tarif; die Entscheidung ist später nur schwer rückgängig zu machen.). Das ist kaum korrigierbar. Sie hängt von Alter, Gesundheit, Einkommen und Familienplanung ab: Die GKV rechnet prozentual und versichert Kinder beitragsfrei mit, die PKV bepreist Alter, Gesundheit und jeden Kopf einzeln. Wir rechnen beide Wege über Jahrzehnte.
Ein Personenschaden oder ein teurer Fehler kann eine Existenz beenden, bevor sie trägt. Betriebs- bzw. Berufshaftpflicht gehört deshalb an den Anfang. In manchen Berufen ist sie ohnehin Zulassungsvoraussetzung. Je nach Tätigkeit kommt die Vermögensschadenhaftpflicht dazu, etwa bei beratenden Berufen.
Ohne Lohnfortzahlung trifft Krankheit Selbstständige doppelt. Zwei Bausteine fangen das ab: KrankentagegeldErsetzt laufendes Einkommen bei längerer Krankheit. Besonders für Selbstständige wichtig, die keine Lohnfortzahlung erhalten. für vorübergehende Ausfälle und BerufsunfähigkeitsversicherungZahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sichert damit das Einkommen ab, nicht die Arbeitskraft im engeren Sinn. für den Dauerfall. Beide werden mit steigendem Alter und Vorerkrankungen teurer. Früh regeln lohnt sich.
Erst jetzt folgen Inhalts- und Elektronikversicherung, Cyber-Deckung oder Ertragsausfall, je nach Geschäftsmodell sehr unterschiedlich relevant. Parallel gehören Liquiditätsrücklagen aufgebaut: Der beste Vertrag ersetzt keine drei Monatsausgaben auf dem Konto.
Selbstständige sind meist nicht gesetzlich pflichtversichert. Vorsorge passiert also nur, wenn Sie sie aktiv aufsetzen. Sobald die Schritte 1 bis 3 stehen, planen wir sie mit: von der einfachen Sparrate bis zu geförderten Wegen, abgestimmt auf schwankende Einnahmen. Mehr dazu: Vorsorge und Vermögensaufbau.
Nach Priorität statt nach Produkt. Existenzielles zuerst.
Drei Dinge zuerst: eine bewusste Krankenversicherungs-Entscheidung, eine Betriebs- oder Berufshaftpflicht und einen Plan für Einkommensausfall (Krankentagegeld, Berufsunfähigkeit). Alles Weitere hängt vom Geschäftsmodell ab und kann warten, bis diese Basis steht.
Es gibt keine Pauschalantwort. Für die GKV sprechen einkommensabhängige Beiträge und die beitragsfreie Familienversicherung; für die PKV sprechen bei jungen, gesunden Gutverdienern Leistungsumfang und Anfangsbeitrag. Entscheidend ist die Rechnung über Jahrzehnte inklusive Alter und Familienplanung. Die stellen wir transparent auf.
Faktisch ja: Sie deckt Personen- und Sachschäden, die Ihre Tätigkeit bei Dritten verursacht: Risiken, die schnell existenzbedrohend werden. In einigen Berufen ist eine Haftpflicht sogar gesetzlich oder standesrechtlich vorgeschrieben. Der konkrete Zuschnitt hängt von Ihrer Tätigkeit ab.
Mit zwei sich ergänzenden Bausteinen: Krankentagegeld ersetzt laufendes Einkommen bei längerer Krankheit; die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn Sie Ihren Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können. Höhe und Karenzzeiten stimmen wir auf Ihre Fixkosten ab.
Ja. Idealerweise vor den ersten Vertragsabschlüssen. Dann lassen sich die Weichen (v. a. Krankenversicherung) noch frei stellen, und Sie starten ohne teure Korrekturen. Das Erstgespräch ist kostenlos.
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Wir sind an keinen einzelnen Anbieter gebunden. Für Ihre Lösung vergleichen wir über 100 Versicherer, Banken, Bausparkassen und Fondsgesellschaften und wählen aus, was wirklich zu Ihnen passt.
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