Wel­che Ver­si­che­run­gen braucht man wirk­lich?

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Familie plant Finanzen und Absicherung am Tisch
Exis­ten­zi­elle Risi­ken zuerst absi­chern.

Ein Erwach­se­ner in Deutsch­land kann Dut­zende Ver­si­che­run­gen abschlie­ßen, brau­chen tut er nur eine Hand­voll. Der Unter­schied entscheidet über ver­schwen­de­tes Geld und echte Sicher­heit. Die­ser Bei­trag sor­tiert nach dem ein­zig sinn­vol­len Kri­te­rium: Wie exis­tenz­be­dro­hend ist der Scha­den? Die Ein­ord­nung in Ihre Gesamt­ab­si­che­rung: Ver­si­che­rung und Absi­che­rung.

Die Prüf­frage: Kann mich das rui­nie­ren?

Ver­si­che­run­gen sind kein Kom­fort, son­dern ein Werk­zeug gegen Risi­ken, die Sie selbst nicht tra­gen kön­nen. Ein zer­kratz­tes Handy ist ärger­lich, aber bezahl­bar. Ein lebens­lan­ger Ein­kom­mens­aus­fall oder ein Mil­lio­nen­scha­den ist es nicht. Nach die­ser Frage ord­nen sich alle Ver­träge in drei Klas­sen.

Klasse 1: exis­ten­zi­ell - die gehö­ren zuerst

Drei Risi­ken kön­nen die Exis­tenz been­den und ste­hen des­halb an ers­ter Stelle:

  • Pri­vat­haft­pflicht: deckt Schä­den, die Sie ande­ren zufü­gen, bis in Mil­lio­nen­höhe. Für wenige Euro im Monat die wich­tigste Police über­haupt.
  • Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung: sichert Ihr Ein­kom­men, wovon fast alles andere abhängt. Warum sie kein Luxus ist, zei­gen die häu­figs­ten BU-Miss­ver­ständ­nisse.
  • Kran­ken­ver­si­che­rung: in Deutsch­land ohne­hin Pflicht, aber die Wahl zwi­schen gesetz­lich und pri­vat will bewusst getrof­fen sein.

Klasse 2: sinn­voll - je nach Lebens­si­tua­tion

Diese Ver­träge sind nicht für jeden Pflicht, aber für viele wich­tig: die Haus­rat­ver­si­che­rung ab einem gewis­sen Woh­nungs­wert, die Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung für Fami­lien und Kre­dit­neh­mer, für Eigen­tü­mer die rich­tige Absi­che­rung des Eigen­heims. Ob Rechts­schutzÜber­nimmt Kos­ten für recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen, etwa in den Berei­chen Arbeit, Ver­kehr oder Woh­nen. Sinn­voll dort, wo real Streit­kos­ten dro­hen., Kfz-Kasko oder Zusatz­bau­steine sinn­voll sind, hängt von der kon­kre­ten Situa­tion ab.

Klasse 3: meist ver­zicht­bar

Handy-, Bril­len-, Glas- oder Rei­se­ge­päck­ver­si­che­run­gen decken Schä­den, die Sie im Zwei­fel selbst tra­gen kön­nen. Sie kos­ten in Summe mehr, als sie im Schnitt zurück­zah­len. Wer hier spart und das Geld in Klasse 1 steckt, ist bes­ser abge­si­chert, nicht schlech­ter.

Das rät Ihnen Jens

Erst die drei exis­ten­zi­el­len Risi­ken schlie­ßen, dann die situa­tiv sinn­vol­len, den Rest bewusst weg­las­sen. Wir prü­fen Ihren Bestand neu­tral auf Lücken und Dop­pe­lun­gen, per­sön­lich an unse­ren Stand­or­ten Bit­ter­feld-Wol­fen und Leip­zig oder per Video: Bestehen­des prü­fen las­sen.

Häu­fige Fra­gen

Zum Start rei­chen die Ver­träge gegen exis­tenz­be­dro­hende Risi­ken: eine eigene Pri­vat­haft­pflichtDeckt Schä­den, die Sie ver­se­hent­lich Drit­ten zufü­gen, bis in exis­tenz­be­dro­hende Höhen. Gilt als wich­tigste und zugleich güns­tigste Absi­che­rung für nahezu jeden Haus­halt., sobald der Schutz über die Eltern endet, die Absi­che­rung der Arbeits­kraft und die Kran­ken­ver­si­che­rung. Alles Wei­tere kann war­ten, bis Ein­kom­men und Lebens­si­tua­tion fest­ste­hen. Wer die Arbeits­kraft früh absi­chert, pro­fi­tiert zudem von einem meist bes­se­ren Gesund­heits­zu­stand bei der Antrag­stel­lung.

Wich­ti­ger als ein fes­ter Ter­min ist der Anlass: Prü­fen Sie Ihre Ver­träge immer dann, wenn sich Ihre Lebens­si­tua­tion ändert. Umzug, Hei­rat, Geburt eines Kin­des, Job­wech­sel, Selbst­stän­dig­keit oder ein Immo­bi­li­en­kauf ver­schie­ben den Bedarf spür­bar, in beide Rich­tun­gen. Unab­hän­gig davon lohnt ein regel­mä­ßi­ger Durch­gang, weil Ver­träge sonst wei­ter­lau­fen, obwohl das Risiko weg­ge­fal­len ist.

Eine all­ge­mein­gül­tige Quote gibt es nicht, weil der Bedarf von Ein­kom­men, Fami­li­en­stand, Beruf und Ver­mö­gen abhängt. Sinn­vol­ler ist die umge­kehrte Rech­nung: zuerst die Risi­ken absi­chern, die Sie finan­zi­ell rui­nie­ren kön­nen, und den Rest des Bud­gets bewusst offen­las­sen. Wer bei den exis­ten­zi­el­len Ver­trä­gen spart, um viele kleine zu bezah­len, zahlt unterm Strich mehr.

Nicht unbe­dingt. Ein Bün­del bei einem Anbie­ter ist bequem und wird teils rabat­tiert, doch kaum eine Gesell­schaft ist in allen Spar­ten gleich stark. Ent­schei­dend sind die Bedin­gun­gen des ein­zel­nen Ver­trags, nicht der Sam­mel­ra­batt. Hinzu kommt: Gekop­pelte Ver­träge las­sen sich schwe­rer ein­zeln wech­seln, wenn ein Bau­stein spä­ter nicht mehr passt.

JS Jens Stölzel
Jens Stöl­zel

Jens sor­tiert als freier Mak­lerVer­mitt­ler, der gesetz­lich als Sach­wal­ter des Kun­den auf­tritt und aus dem Ange­bot vie­ler Gesell­schaf­ten aus­wählt. Anders als eine Aus­schließ­lich­keits­ver­tre­tung ist er nicht an einen Ver­si­che­rer gebun­den. täg­lich Ver­si­che­rungs­be­stände. Die­sen Bei­trag hat er geschrie­ben, weil die meis­ten zu viele unwich­tige und zu wenige exis­ten­zi­elle Poli­cen haben.

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