Neben­kos­ten beim Haus­kauf

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Hausmodell neben Euro-Münzen als Symbol für Immobiliennebenkosten
Kauf­ne­ben­kos­ten: rund 9 bis 15 Pro­zent des Prei­ses.

Beim Haus­kauf steht der Kauf­preis im Vor­der­grund, doch die Neben­kos­ten entscheiden mit über die Finan­zie­rung: Sie lie­gen je nach Bun­des­land bei rund 9 bis 12 Pro­zent des Kauf­prei­ses, und die Bank finan­ziert sie meist nicht mit. Wer sie über­sieht, hat eine Lücke im Eigen­ka­pi­talEigene Mit­tel, die in eine Finan­zie­rung ein­ge­bracht wer­den. Mehr Eigen­ka­pi­tal senkt in der Regel den Zins.. Der Über­blick, mit den Sät­zen für unsere Region. Die pas­sende Finan­zie­rung pla­nen Sie auf der Seite Bau­fi­nan­zie­rung.

Grund­er­werb­steuer: der größte Pos­ten

Die Grund­er­werb­steuerEin­ma­lige Steuer beim Immo­bi­li­en­kauf, deren Satz jedes Bun­des­land selbst fest­legt. In Sach­sen liegt sie bei 5,5 Pro­zent, in Sach­sen-Anhalt bei 5,0 Pro­zent des Kauf­prei­ses (Stand 2026). legt jedes Bun­des­land selbst fest. Für unsere Region heißt das kon­kret (Stand 2026): In Sach­sen (und damit in Leip­zig) beträgt sie 5,5 Pro­zent des Kauf­prei­ses, in Sach­sen-Anhalt (Bit­ter­feld-Wol­fen, Des­sau-Roß­lau und Umland) 5,0 Pro­zent. Auf ein Haus für 300.000 Euro sind das 16.500 Euro in Leip­zig und 15.000 Euro im Raum Bit­ter­feld-Wol­fen. Fäl­lig wird sie nach dem Kauf per Bescheid vom Finanz­amt; erst nach Zah­lung gibt es die Unbe­denk­lich­keits­be­schei­ni­gung fürs Grund­buch.

Notar und Grund­buch

Der Kauf­ver­trag muss nota­ri­ell beur­kun­det wer­den, und die Eigen­tums­um­schrei­bung läuft über das Grund­buch. Zusam­men sind das übli­cher­weise rund 1,5 bis 2 Pro­zent des Kauf­prei­ses. Diese Kos­ten sind bun­des­weit über die Gebüh­ren­ord­nung gere­gelt und damit nicht ver­han­del­bar. Auch die Ein­tra­gung der Grund­schuldIm Grund­buch ein­ge­tra­ge­nes Recht, mit dem ein Immo­bi­li­en­dar­le­hen abge­si­chert wird. Sie kann bei einer Umschul­dung abge­tre­ten statt neu bestellt wer­den. für Ihre Finan­zie­rung läuft über den Notar und ist hier mit ein­ge­preist.

Mak­ler­pro­vi­sion, wenn ein Mak­ler betei­ligt ist

Wird die Immo­bi­lie über einen Mak­lerVer­mitt­ler, der gesetz­lich als Sach­wal­ter des Kun­den auf­tritt und aus dem Ange­bot vie­ler Gesell­schaf­ten aus­wählt. Anders als eine Aus­schließ­lich­keits­ver­tre­tung ist er nicht an einen Ver­si­che­rer gebun­den. ver­kauft, kommt des­sen Cour­tageVer­gü­tung, die der Ver­si­che­rer dem Mak­ler für die Ver­mitt­lung zahlt. Sie ist bereits in den Ver­si­che­rungs­bei­trag ein­kal­ku­liert, es ent­ste­hen für den Kun­den also keine zusätz­li­chen Kos­ten. hinzu. Seit Ende 2020 tei­len sich Käu­fer und Ver­käu­fer bei selbst genutz­ten Wohn­im­mo­bi­lien die Pro­vi­sion in der Regel; der Käu­fer­an­teil liegt je nach Region häu­fig bei rund 3,5 Pro­zent inklu­sive Mehr­wert­steuer. Beim Kauf ohne Mak­ler ent­fällt die­ser Pos­ten ganz.

Warum die Bank die Neben­kos­ten sel­ten mit­fi­nan­ziert

Ban­ken belei­hen die Immo­bi­lie, nicht die Kauf­ne­ben­kos­tenKos­ten beim Immo­bi­li­en­kauf zusätz­lich zum Kauf­preis: Grund­er­werb­steuer, Notar, Grund­buch und gege­be­nen­falls Mak­ler. Sie wer­den von der Bank meist nicht mit­fi­nan­ziert.. Grund­er­werb­steuer, Notar und Mak­ler schaf­fen kei­nen beleih­ba­ren Gegen­wert, des­halb müs­sen Sie die­sen Teil in aller Regel aus Eigen­ka­pi­tal tra­gen. Wer knapp kal­ku­liert, sollte die Neben­kos­ten also getrennt vom Kauf­preis ein­pla­nen, sonst wird die Finan­zie­rung teu­rer oder schei­tert an der Eigen­ka­pi­tal­quote.

Das rät Ihnen Heiko

Rech­nen Sie in Sach­sen mit rund 5,5 Pro­zent Grund­er­werb­steuer, in Sach­sen-Anhalt mit 5,0 Pro­zent, plus Notar, Grund­buch und gege­be­nen­falls Mak­ler, alles aus Eigen­ka­pi­tal. Wir kal­ku­lie­ren Ihre Gesamt­kos­ten ehr­lich, bevor Sie unter­schrei­ben, per­sön­lich an unse­ren Stand­or­ten Leip­zig und Bit­ter­feld-Wol­fen oder per Video: Finan­zie­rung bespre­chen.

Anga­ben Stand 2026, ohne Gewähr. Steu­er­sätze wer­den von den Bun­des­län­dern fest­ge­legt und kön­nen sich ändern.

Häu­fige Fra­gen

Bei einer selbst genutz­ten Immo­bi­lie in aller Regel nicht. Wer das Objekt ver­mie­tet, kann Notar- und Grund­buch­kos­ten, Mak­ler­pro­vi­sion und Grund­er­werb­steuer antei­lig über die Abschrei­bung des Gebäu­des gel­tend machen. Die Auf­tei­lung des Kauf­prei­ses auf Gebäude und Grund­stück entscheidet dabei über die Höhe. Las­sen Sie das vor dem Kauf steu­er­lich prü­fen.

Nein, Käufe zwi­schen Ver­wand­ten in gera­der Linie sind von der Grund­er­werb­steuer befreit, also zwi­schen Eltern und Kin­dern oder Groß­el­tern und Enkeln. Das gilt auch für Ehe­part­ner und ein­ge­tra­gene Lebens­part­ner. Geschwis­ter fal­len nicht dar­un­ter. Notar- und Grund­buch­kos­ten ent­ste­hen trotz­dem, ebenso mög­li­che Schen­kung­steuer bei einer Über­tra­gung ohne Kauf­preis.

Ja, beweg­li­ches Inven­tar wie eine Ein­bau­kü­che, Mar­ki­sen oder eine Sauna kann im Kauf­ver­trag getrennt aus­ge­wie­sen wer­den und unter­liegt nicht der Grund­er­werb­steuer. Der ange­setzte Wert muss rea­lis­tisch sein und dem Zeit­wert ent­spre­chen, sonst erkennt das Finanz­amt ihn nicht an. Bele­gen Sie die Beträge nach­voll­zieh­bar, etwa über Kauf­un­ter­la­gen.

Nach dem Kauf fol­gen Umzug, Reno­vie­rung und häu­fig Anschaf­fun­gen für Gar­ten oder Ein­rich­tung. Dau­er­haft hinzu kom­men Grund­steuer, Wohn­ge­bäudeVer­si­chert das Gebäude selbst gegen Feuer, Lei­tungs­was­ser, Sturm und Hagel. Für finan­zierte Immo­bi­lien wird sie von der Bank in der Regel vor­aus­ge­setzt.- und Haus­rat­ver­si­che­rungErsetzt beweg­li­ches Eigen­tum in der Woh­nung (Möbel, Elek­tro­nik, Klei­dung) nach Schä­den durch Feuer, Lei­tungs­was­ser, Sturm oder Ein­bruch, in der Regel zum Neu­wert., Strom, Was­ser, Hei­zung sowie Rück­la­gen für Instand­hal­tung. Diese Pos­ten gehö­ren nicht zu den Kauf­ne­ben­kos­ten, belas­ten das Bud­get aber ab dem ers­ten Monat. Pla­nen Sie sie getrennt von der Finan­zie­rungs­rate ein.

HeR Heiko Reich
Heiko Reich

Heiko kal­ku­liert Bau­fi­nan­zie­run­gen inklu­sive aller Neben­kos­ten. Die­sen Bei­trag hat er geschrie­ben, weil über­se­hene Kauf­ne­ben­kos­ten die häu­figste Lücke im Eigen­ka­pi­tal sind.

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