Altersvorsorge für Selbstständige
Die meisten Selbstständigen sind nicht gesetzlich rentenversicherungspflichtig, und genau das ist Chance und Risiko zugleich: volle Freiheit, aber auch volle Verantwortung. Von allein passiert nichts. Dieser Beitrag zeigt die Reihenfolge, die auch bei schwankendem Einkommen trägt. Die ausführliche Fassung für den Start: Selbstständig, was zuerst wichtig ist und die Seite Gewerbe und Selbstständige.
Zuerst: das Einkommen absichern
Vorsorge steht nicht am Anfang. Solange das laufende Einkommen nicht gegen Krankheit und BerufsunfähigkeitZahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sichert damit das Einkommen ab, nicht die Arbeitskraft im engeren Sinn. abgesichert ist, ist jeder Sparvertrag auf Sand gebaut, denn beim ersten längeren Ausfall wird er gekündigt. Erst wenn KrankentagegeldErsetzt laufendes Einkommen bei längerer Krankheit. Besonders für Selbstständige wichtig, die keine Lohnfortzahlung erhalten. und Berufsunfähigkeitsschutz stehen, geht es an den Vermögensaufbau. Gerade in der Gründungsphase, ob in der Leipziger Gründerszene oder im Umland, ist diese Reihenfolge entscheidend.
Die flexible Basis
Weil das Einkommen schwankt, braucht die Vorsorge Selbstständiger vor allem eines: Flexibilität. Ein breit gestreuter ETF-Sparplan lässt sich jederzeit anpassen, pausieren und wieder aufstocken, ohne Strafen. Für viele Selbstständige ist er das flexible Kernstück, das in guten Monaten stärker und in schwachen schwächer bespart wird.
Den Steuervorteil nutzen
Wer stabil verdient und Steuern spart, für den kann die Rürup-Rente den zweiten Baustein bilden: absetzbare Beiträge, dafür eine feste, lebenslange Rente. Sinnvoll ist die Kombination aus flexiblem Depot und steuerbegünstigter BasisrenteSteuerlich geförderte Vorsorge vor allem für Selbstständige und Gutverdiener. Die Auszahlung erfolgt lebenslang als Rente., wobei die Gewichtung von Einkommen, Steuersatz und Sicherheitsbedürfnis abhängt. Eine pauschale Quote gibt es nicht.
Liquidität als Puffer
Selbstständige brauchen mehr Rücklage als Angestellte, weil Auftragsflauten und Steuernachzahlungen kommen. Ein Liquiditätspuffer von einigen Monatsausgaben gehört vor jede langfristige Bindung. Er verhindert, dass Sie in einer Schwächephase Vorsorgeverträge auflösen müssen, oft der teuerste Fehler.
Das rät Ihnen Hagen
Erst Einkommen absichern, dann flexibel anlegen, den Steuervorteil dosiert nutzen und immer einen Puffer halten. So trägt die Vorsorge auch bei schwankendem Geschäft. Wir bauen die Reihenfolge mit Ihren echten Zahlen, persönlich an unseren Standorten Leipzig und Bitterfeld-Wolfen oder per Video: Beratung starten.
Allgemeine Informationen, keine individuelle Steuer- oder Anlageberatung. Stand 2026, ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Nein, einige Berufsgruppen bleiben pflichtversichert. Dazu zählen zum Beispiel Handwerker in bestimmten Gewerken, Lehrende und Erziehende, Künstler und Publizisten sowie Selbstständige, die dauerhaft nur für einen Auftraggeber tätig sind. Prüfen Sie Ihren Status vor der Planung, denn davon hängt ab, wie groß die Lücke ist, die Sie privat schließen müssen.
Ja, freiwillige Beiträge sind möglich, wenn keine Pflichtversicherung besteht. Sie können die Höhe innerhalb eines gesetzlichen Rahmens selbst wählen und so bestehende Anwartschaften ausbauen oder Wartezeiten erfüllen. Ob sich das lohnt, hängt von Ihren bisherigen Beitragsjahren und Ihrem übrigen Vorsorgemix ab. Sinnvoll ist die Entscheidung erst nach einem Blick auf den gesamten Bestand.
In der Regel nicht. Der Verkaufswert eines Betriebs hängt von Nachfolgern, Branche und Konjunktur zum Zeitpunkt des Ausstiegs ab und lässt sich Jahrzehnte vorher kaum beziffern. Wer die Vorsorge allein auf das Unternehmen stützt, bündelt Einkommen und Alterssicherung in einem einzigen Risiko. Ein davon unabhängiger Vermögensaufbau bleibt deshalb notwendig.
Bestehende Verträge und Depots laufen weiter, unabhängig vom Erwerbsstatus. In einer Anstellung zahlen Sie wieder in die gesetzliche Rentenversicherung ein und sollten die private Sparrate daran anpassen, statt sie unverändert weiterlaufen zu lassen. Prüfen Sie zusätzlich, ob über den neuen Arbeitgeber eine geförderte Zusatzvorsorge mit Zuschuss möglich ist.
30 Minuten reichen für den Anfang. Vor Ort, telefonisch oder per Video. Sie wählen.