ETF als Geld­an­lage: ein­fach, breit, güns­tig

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Kursverlauf eines breit gestreuten Indexfonds auf einem Bildschirm
Breit streuen senkt das Risiko, nicht die Chance.

ETFBör­sen­ge­han­del­ter Fonds, der einen Index breit gestreut und kos­ten­güns­tig nach­bil­det. Über lange Zeit­räume ein häu­fig genutz­tes Werk­zeug für den Ver­mö­gens­auf­bau, mit zwi­schen­zeit­li­chen Schwan­kun­gen. sind zum Stan­dard für den lang­fris­ti­gen Ver­mö­gens­auf­bau gewor­den, weil sie zwei Dinge ver­bin­den: breite Streu­ung und nied­rige Kos­ten. Sie sind kein Geheim­tipp und keine Garan­tie, aber für viele Ziele das solide Kern­stück einer Geld­an­lage.

Was ein ETF ist

Ein ETF (Exch­ange Traded Fund) ist ein bör­sen­ge­han­del­ter Index­fonds. Statt ein­zelne Aktien aus­zu­wäh­len, bil­det er einen gan­zen Markt nach, etwa hun­derte oder tau­sende Unter­neh­men welt­weit. Damit besit­zen Sie mit einem ein­zi­gen Pro­dukt einen klei­nen Anteil an sehr vie­len Fir­men. Das ist der Kern der Idee: nicht auf ein­zelne Gewin­ner set­zen, son­dern den Markt als Gan­zes hal­ten.

Warum breite Streu­ung das Risiko senkt

Je brei­ter Sie streuen, desto weni­ger hängt Ihr Ergeb­nis von einem ein­zel­nen Unter­neh­men oder einer Bran­che ab. Fällt ein Wert aus, tra­gen die ande­ren wei­ter. Ein welt­weit streu­en­der ETF ver­teilt das Risiko über Län­der und Bran­chen, ohne die lang­fris­tige Ren­di­te­chance des Akti­en­markts auf­zu­ge­ben. Diese Streu­ung ist der wich­tigste Schutz, den Pri­vat­an­le­ger haben.

Kos­ten: der stille Vor­teil

Weil ein ETF nur einen Index nach­bil­det und nicht aktiv gema­nagt wird, sind die lau­fen­den Kos­ten sehr nied­rig, oft ein Bruch­teil klas­si­scher Fonds. Über Jahr­zehnte ist die­ser Unter­schied bares Geld. Aktiv gema­nagte Fonds kön­nen ergän­zen, müs­sen ihre höhe­ren Kos­ten aber durch ech­ten Mehr­wert recht­fer­ti­gen. Die­sen Nach­weis prü­fen wir kri­tisch.

Schwan­kun­gen aus­hal­ten

Der Preis der Ren­di­te­chance ist die Schwan­kung. Akti­en­märkte fal­len zwi­schen­durch deut­lich, manch­mal über Monate. Wer dann ver­kauft, macht Ver­luste real. Ein ETF-Spar­planRegel­mä­ßige, meist monat­li­che Ein­zah­lung in einen Fonds oder ETF. Nutzt Zeit und Zin­ses­zins und glät­tet Kauf­kurse über die Jahre. wirkt hier ruhig: Sie kau­fen regel­mä­ßig, in guten wie in schlech­ten Pha­sen, und glät­ten so den Ein­stiegs­preis. Vor­aus­set­zung ist ein Zeit­ho­ri­zont von etwa fünf­zehn Jah­ren und mehr.

Wann ein ETF allein nicht reicht

Ein ETF lie­fert keine lebens­lange Rente, keine Absi­che­rung der Arbeits­kraft und ver­langt Dis­zi­plin in Kri­sen­jah­ren. Für die Alters­vor­sorge ist er oft das Kern­stück, sel­ten die ganze Ant­wort. Ob Ergän­zun­gen sinn­voll sind, hängt von Ziel, Zeit­ho­ri­zont und Sicher­heits­be­dürf­nis ab.

Das rät Ihnen Gun­ther

Nut­zen Sie ETF als kos­ten­güns­ti­gen Kern, streuen Sie welt­weit und blei­ben Sie in Schwan­kun­gen ruhig. Kau­fen Sie regel­mä­ßig statt zu timen. Wenn Sie unsi­cher sind, wel­cher ETF und wel­che Spar­rate zu Ihrem Ziel pas­sen, ord­nen wir das gemein­sam ein, unter Ver­mö­gen und Anlage.

Häu­fige Fra­gen

Sehr wenig. Die meis­ten Ban­ken und Bro­ker bie­ten ETF-Spar­pläne bereits ab klei­nen monat­li­chen Beträ­gen an, teils ohne feste Min­dest­summe. Ent­schei­dend ist nicht die Höhe des Starts, son­dern Regel­mä­ßig­keit und Zeit­raum: Ein klei­ner, aber durch­ge­hal­te­ner Spar­plan bringt mehr als ein gro­ßer, der nach kur­zer Zeit wie­der aus­ge­setzt wird. Erhö­hen lässt sich die Rate spä­ter jeder­zeit.

Das beschreibt, wie der Fonds sei­nen Index abbil­det. Ein phy­sisch repli­zie­ren­der ETF kauft die ent­hal­te­nen Wert­pa­piere tat­säch­lich, ent­we­der voll­stän­dig oder in einer reprä­sen­ta­ti­ven Aus­wahl. Ein syn­the­ti­scher ETF bil­det die Inde­x­ent­wick­lung über ein Tausch­ge­schäft mit einer Bank nach. Beide Wege funk­tio­nie­ren; die phy­si­sche Abbil­dung gilt vie­len Anle­gern als nach­voll­zieh­ba­rer, weil kein zusätz­li­cher Ver­trags­part­ner betei­ligt ist.

Meist genügt ein ein­zi­ger, wenn er welt­weit streut. Wer ohne­hin sehr viele Unter­neh­men über zahl­rei­che Län­der und Bran­chen hält, gewinnt durch wei­tere Pro­dukte sel­ten zusätz­li­che Streu­ung, son­dern vor allem Auf­wand und Über­schnei­dun­gen. Meh­rere Fonds sind dann sinn­voll, wenn Sie bewusst eigene Schwer­punkte set­zen oder Anlei­hen als ruhi­ge­ren Bau­stein ergän­zen möch­ten.

Ja. ETF wer­den an der Börse gehan­delt und las­sen sich an Han­dels­ta­gen in der Regel kurz­fris­tig ver­kau­fen, das Geld steht wenige Tage spä­ter auf dem Konto. Anders als bei vie­len Vor­sor­ge­ver­trä­gen gibt es keine feste Lauf­zeit. Ob ein Ver­kauf sinn­voll ist, hängt aller­dings vom Kurs ab: Kurz­fris­tig benö­tig­tes Geld gehört des­halb nicht in einen Aktien-ETF.

GH Gunther Hemmann
Gun­ther Hem­mann

Gun­ther baut Ver­mö­gen mit breit gestreu­ten ETF statt mit teu­ren Ein­zel­wet­ten. Die­sen Bei­trag hat er geschrie­ben, weil ETF oft als All­heil­mit­tel ver­kauft wer­den. Er zeigt ehr­lich, was sie leis­ten und wo ihre Gren­zen lie­gen.

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