Kran­ken­zu­satz­ver­si­che­rung: wel­che sich lohnt

6 Min. Lese­zeit
Arzt gibt einer Patientin die Hand in der Praxis
Zusatz­schutz nach Bedarf, nicht nach Bau­stein­zahl.

Eine Kran­ken­zu­satz­ver­si­che­rung schließt gezielt die Lücken, die die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rungKran­ken­ver­si­che­rung mit ein­kom­mens­ab­hän­gi­gem Bei­trag und bei­trags­freier Fami­li­en­ver­si­che­rung. Stan­dard­weg für die meis­ten Arbeit­neh­mer. offen­lässt, ohne dass Sie kom­plett in die pri­vate wech­seln müs­sen. Der Markt ist unüber­sicht­lich, und nicht jeder Bau­stein lohnt sich. Die­ser Bei­trag zeigt, wel­che Zusatz­ver­si­che­run­gen ech­ten Nut­zen brin­gen. Wie sie in Ihre Gesamt­ab­si­che­rung pas­sen, klä­ren wir auf der Seite zur Ver­si­che­rung und Absi­che­rung.

Zahn­zu­satz: der Klas­si­ker mit dem klars­ten Nut­zen

Die GKV zahlt beim Zahn­ersatz nur einen Fest­zu­schuss. Bei Kro­nen, Implan­ta­ten oder hoch­wer­ti­gem Ersatz blei­ben schnell vier­stel­lige Beträge an Ihnen hän­gen. Eine gute Zahn­zu­satz­ver­si­che­rungErgän­zung, die einen höhe­ren Anteil bei Zahn­ersatz und Zahn­be­hand­lung über­nimmt als die gesetz­li­che Kasse. Ein Abschluss vor ange­ra­te­ner Behand­lung ist ent­schei­dend. über­nimmt einen deut­lich höhe­ren Anteil. Wich­tig: Abschlie­ßen, solange die Zähne gesund sind. Wer bereits eine ange­ra­tene Behand­lung hat, bekommt sie meist nicht mehr oder nur mit Aus­schluss erstat­tet. Ach­ten Sie auf die Erstat­tungs­höhe für Zahn­ersatz und auf die Staf­fe­lung in den ers­ten Jah­ren.

Sta­tio­näre Zusatz­ver­si­che­rung: Kom­fort, kein Muss

Sie bringt im Kran­ken­haus Chef­arzt­be­hand­lung und Ein- oder Zwei­bett­zim­mer. Der medi­zi­ni­sche Kern­nut­zen ist begrenzt. Die Grund­ver­sor­gung ist auch als Kas­sen­pa­ti­ent gut. Für wen sie sich lohnt: für alle, denen freie Arzt­wahl und Unter­brin­gung im Ernst­fall wich­tig sind. Als rei­ner Kom­fort­bau­stein gehört sie in der Prio­ri­tä­ten­liste aber hin­ter die exis­ten­zi­el­len Absi­che­run­gen.

Ambu­lante Zusatz­ver­si­che­rung: genau hin­se­hen

Hier ist der Nut­zen am stärks­ten vom Ein­zel­fall abhän­gig. Bau­steine für Seh­hil­fen, Heil­prak­ti­ker oder Vor­sorge klin­gen attrak­tiv, rech­nen sich aber oft nicht: Wer die Leis­tung ohne­hin nur alle paar Jahre braucht, zahlt über die Bei­träge unterm Strich drauf. Sinn­voll wird es bei abseh­bar hohem, wie­der­keh­ren­dem Bedarf, etwa einer teu­ren Brille alle ein bis zwei Jahre.

Pfle­ge­zu­satz: das unter­schätzte Thema

Die gesetz­li­che Pfle­ge­ver­si­che­rungDeckt einen Teil der Kos­ten bei Pfle­ge­be­dürf­tig­keit ab. Die ver­blei­bende Lücke tra­gen Pfle­ge­be­dürf­tige und Ange­hö­rige selbst. deckt nur einen Teil der Pfle­ge­kos­ten. Die Lücke tra­gen Pfle­ge­be­dürf­tige und ihre Ange­hö­ri­gen. Eine pri­vate Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rungPri­vate Ergän­zung, die die Lücke der gesetz­li­chen Pfle­ge­ver­si­che­rung schließt. Ein frü­her Abschluss ist wegen des Ein­tritts­al­ters güns­ti­ger. kann diese Lücke schlie­ßen. Weil die Bei­träge mit dem Ein­tritts­al­ter stei­gen, ist ein frü­her Abschluss güns­ti­ger. Für viele ist die­ser Bau­stein wich­ti­ger als die sta­tio­näre Kom­fort­ab­si­che­rung, wird aber sel­te­ner abge­schlos­sen.

Wor­auf es beim Abschluss ankommt

Drei Punkte entscheiden über die Qua­li­tät: Gesund­heits­fra­gen ehr­lich beant­wor­ten (fal­sche Anga­ben kos­ten im Leis­tungs­fall den Schutz), auf War­te­zei­ten und Leis­tungs­staf­feln in den ers­ten Jah­ren ach­ten und Bei­trags­an­pas­sungs­klau­seln prü­fen. Nicht der nied­rigste Bei­trag ist das Ziel, son­dern ein Tarif, der im Leis­tungs­fall auch zahlt.

Das rät Ihnen Pas­kal

Den klars­ten Nut­zen bie­ten Zahn­zu­satz und, je nach Lebens­pla­nung, die Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung; sta­tio­näre und ambu­lante Bau­steine sind Kom­fort und loh­nen sich nur bei kon­kre­tem Bedarf. Wel­che Kom­bi­na­tion zu Ihrer Situa­tion und Ihrem Bud­get passt, prü­fen wir neu­tral im kos­ten­lo­sen Erstgespräch, per­sön­lich an unse­ren Stand­or­ten Bit­ter­feld-Wol­fen und Leip­zig oder per Video: Bera­tung star­ten.

Häu­fige Fra­gen

Häu­fig ja, aller­dings aus einem ande­ren Grund als bei Erwach­se­nen: Im Vor­der­grund steht die Kie­fer­or­tho­pä­die. Die gesetz­li­che Kasse über­nimmt eine Zahn­spange nur ab einem bestimm­ten Schwe­re­grad der Fehl­stel­lung, leich­tere Fälle zah­len Eltern selbst. Ent­schei­dend ist der Abschluss vor der ers­ten kie­fer­or­tho­pä­di­schen Dia­gnose, danach wird die Behand­lung meist aus­ge­schlos­sen.

Viele Tarife betei­li­gen sich daran, aber nicht alle und meist nur bis zu einem jähr­lich begrenz­ten Betrag. Die pro­fes­sio­nelle Zahn­rei­ni­gung gehört zu den Leis­tun­gen, die die gesetz­li­che Kasse nur in Aus­nah­men über­nimmt. Prü­fen Sie vor Abschluss, ob und in wel­cher Höhe ein Tarif sie erstat­tet, die Unter­schiede sind groß.

In der Regel nicht sofort. Die meis­ten Zusatz­ver­si­che­run­gen haben eine Min­dest­ver­trags­lauf­zeit und ver­län­gern sich danach auto­ma­tisch, wenn Sie nicht frist­ge­recht zum Ende des Ver­si­che­rungs­jah­res kün­di­gen. Ein Son­der­kün­di­gungs­rechtRecht, jedes Immo­bi­li­en­dar­le­hen zehn Jahre nach Voll­aus­zah­lung mit sechs Mona­ten Frist zu kün­di­gen, auch inner­halb einer lan­gen Zins­bin­dung. besteht meist bei einer Bei­trags­er­hö­hung. Die genaue Frist steht in Ihren Ver­trags­be­din­gun­gen, prü­fen Sie sie vor dem Kün­di­gungs­ter­min.

Grund­sätz­lich ja, als sons­tige Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen in der Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung. In der Pra­xis wirkt sich das oft kaum aus, weil der dafür gel­tende Höchst­be­trag bei vie­len bereits durch die Bei­träge zur Kran­ken- und Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung aus­ge­schöpft ist. Rech­nen Sie einen Steu­er­vor­teil des­halb nicht fest in Ihre Kal­ku­la­tion ein.

PE Paskal Eichner
Pas­kal Eich­ner

Pas­kal prüft Zusatz­ver­si­che­run­gen auf ech­ten Nut­zen statt auf lange Bau­stein­lis­ten. Die­sen Bei­trag hat er geschrie­ben, weil viele Poli­cen mehr kos­ten als sie brin­gen. Er zeigt, wel­che Kran­ken­zu­satz­ver­si­che­rungSchließt gezielt Lücken der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung, etwa beim Zahn­ersatz, im Kran­ken­haus oder bei Seh­hil­fen. sich wirk­lich lohnt und wel­che nicht.

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