Mietkautionsversicherung: ohne Bargeld
Beim Einzug in eine neue Wohnung wird meist eine Kaution fällig, bis zu drei Kaltmieten. Dieses Geld ist über die gesamte Mietzeit gebunden und bringt kaum Zinsen. Die Mietkautionsversicherung, oft auch Mietkautionsbürgschaft genannt, ist eine Alternative: Statt Bargeld zu hinterlegen, bürgt ein Versicherer gegenüber dem Vermieter. Ob das sinnvoll ist, hängt von Ihrer Situation ab. Wo die Kaution im größeren Bild steht, zeigt unser Überblick zu den wichtigsten Versicherungen.
Wie die Mietkautionsversicherung funktioniert
Sie schließen bei einem Versicherer eine Bürgschaft in Höhe der geforderten Kaution ab. Der Versicherer stellt dem Vermieter eine Bürgschaftsurkunde aus; Ihr eigenes Geld bleibt verfügbar. Kommt es am Ende des Mietverhältnisses zu berechtigten Forderungen des Vermieters, etwa unbezahlte Miete oder Schäden, zahlt zunächst der Versicherer - holt sich den Betrag aber von Ihnen zurück. Die Bürgschaft ersetzt also nur die Hinterlegung, nicht Ihre Haftung.
Was sie kostet
Für die Bürgschaft zahlen Sie einen jährlichen Beitrag, meist rund fünf Prozent der Kautionssumme. Bei einer Kaution von 1.500 Euro sind das etwa 75 Euro im Jahr, jedes Jahr, solange das Mietverhältnis läuft. Anders als die Barkaution bekommen Sie dieses Geld nicht zurück; es ist der Preis dafür, die Kaution nicht selbst binden zu müssen.
Wann sie sich lohnt
Die Mietkautionsversicherung ist vor allem dann interessant, wenn Sie die Kaution im Moment nicht flüssig haben oder das Geld lieber anderweitig einsetzen, etwa für den Umzug, neue Möbel oder eine Rücklage. Auch beim Wohnungswechsel kann sie helfen: Sie müssen nicht auf die Rückzahlung der alten Kaution warten, bevor Sie die neue hinterlegen.
Weniger sinnvoll ist sie, wenn Sie die Kaution problemlos aufbringen können und länger in der Wohnung bleiben. Über viele Jahre summieren sich die Beiträge, während eine hinterlegte Barkaution am Ende zurückkommt. Wer zehn Jahre wohnt, zahlt schnell mehr an Bürgschaftsbeiträgen, als eine Verzinsung der Barkaution je gebracht hätte.
Worauf Sie achten sollten
Nicht jeder Vermieter akzeptiert eine Bürgschaft, klären Sie das vor Abschluss. Achten Sie außerdem auf die Bedingungen: Kündigungsfristen, das Verhalten bei Umzug und ob die Bürgschaft bei einem Vermieterwechsel bestehen bleibt. Und behalten Sie im Blick, dass Sie im Schadenfall dem Versicherer gegenüber weiter voll haften - die Versicherung nimmt Ihnen die Haftung nicht ab, sondern nur die sofortige Hinterlegung.
Ob Barkaution, Kautionskonto oder Bürgschaft: Wir rechnen ehrlich durch, was für Ihre Situation günstiger ist, und vermitteln bei Bedarf eine passende Mietkautionsbürgschaft. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Nicht in jedem Fall. Der Versicherer prüft vor Ausstellung der Bürgschaft Ihre BonitätEinschätzung Ihrer Kreditwürdigkeit. Sie beeinflusst, ob und zu welchem Zins ein Kredit gewährt wird., denn er tritt gegenüber dem Vermieter in Vorleistung und holt sich den Betrag anschließend bei Ihnen zurück. Bei negativen Einträgen wird der Antrag häufig abgelehnt. Dann bleiben die Barkaution oder eine Ratenzahlung in Absprache mit dem Vermieter.
Meist innerhalb weniger Werktage. Nach positiver Prüfung stellt der Versicherer die Urkunde aus und sendet sie Ihnen oder direkt dem Vermieter zu. Beantragen Sie die Bürgschaft trotzdem frühzeitig vor dem Einzugstermin, denn viele Vermieter geben die Wohnungsschlüssel erst heraus, wenn die vereinbarte Sicherheit tatsächlich vorliegt.
Erst dann, wenn der Vermieter den Versicherer aus der Haftung entlässt. Dafür gibt er nach Ende des Mietverhältnisses die Bürgschaftsurkunde zurück oder erklärt schriftlich, dass keine Forderungen mehr offen sind. Bis dahin läuft Ihr Beitrag weiter. Kümmern Sie sich beim Auszug aktiv darum, sonst zahlen Sie unnötig lange.
Beim Kautionskonto hinterlegen Sie eigenes Geld auf einem gesperrten Konto, das auf Ihren Namen läuft und verzinst wird; nach dem Auszug erhalten Sie es samt Zinsen zurück. Bei der Bürgschaft bleibt Ihr Geld frei verfügbar, dafür zahlen Sie einen laufenden Beitrag, den Sie nicht zurückbekommen.
30 Minuten reichen für den Anfang. Vor Ort, telefonisch oder per Video. Sie wählen.